6. April 2016 | Alles, Kanzleinews

Solo Challenge: Neue Steuerberater braucht das Land. Smart Business Concepts hat gefragt, ob es Steuerberater gibt, die anders sind. 14 BeraterInnen und 3 Plattformen nahmen die Challenge an, so auch Steuerberater Christian Wolf. Warum sind dies smarte Steuerberater? Sie haben sich dem Fragebogen gestellt und jeder hat die Frage „warum smart?“ gestellt bekommen und beantwortet.

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Steuerberater Christian Wolf

Steuerberater
c.wolf [at] loeb-wolf.de
Tel 06322 – 600 100 oder 0171 5466778
www.loeb-wolf.de

Steuerberater Christian Wolf
Holzweg 99
67098 Bad Dürkheim


Steckbrief


Ihre Aufstellung

Solo Steuerberater, einen Partner in Kanzleigemeinschaft, 7 Mitarbeiter, Netzwerk zukunftsorientierter Steuerberater mit 76 Kanzleien und 808 Mitarbeiter, BNI Business Network International. So bin ich für sämtliche Aufgaben bestens aufgestellt.


Ihr Selbstbild

Ich sehe mich als moderner Steuerberater, der selbst Unternehmer ist, selbst eine Menge an Steuern bezahlt. Ich bin Partner meiner Mandanten, an deren Seite und jederzeit ein Ansprechpartner für deren Probleme. Ich decke einen großen Bauchladen an Qualifikation und Erfahrung ab, greife auf professionelle Netzwerke zur Unterstützung zurück. Wir haben perfekte Büroräume. Im Jahr 2007/2008 selbst gebaut und seither in Eigennutzung. Ein perfektes Arbeitsumfeld ergibt fast automatisch ein perfektes Arbeitsergebnis. Ob der Kunde klein oder groß ist beschreibt den Auftrag und die Verantwortung die wir übernehmen. Wir können beides, kleine und große Aufgaben. Der Kunde mit 10 Mio Jahresumsatz, der nur 2 mal im Jahr meinen Rat hören möchte – ist das nun ein großer oder ein kleiner Kunde?

Wir sind nicht klassisch und nicht gediegen! Ich bin stolz darauf, 2001 alleine in neu selbst renovierten angemieteten Büroräumen angefangen zu haben. In unserer Stadt Bad Dürkheim gibt es starke große Kanzleien – denen konnte und kann ich heute die Stirn bieten. Erfolgreiche Unternehmer sind meine Mandanten, Gründer, Erfinder, Softwareentwickler, Händler, Handwerker, Architekten, Ärzte, Rechtsanwälte u.s.w. davon würde ich keinen als „klein“ bezeichnen.

Ja – ich bin MODERN und ZUKUNFTSORIENTIERT – das steht schon auf meinem VW Bus. Ich bin wohl der einzige Steuerberater in Deutschland, der einen voll beklebten VW Bus mit der Werbung für seine Steuerberatung fährt.

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Ich bin für meine Mandanten da, verstehe deren Geschäft und Geschäftsidee, lege Wert auf Loyalität und Fairness und einen wertschätzenden Umgang miteinander – ich bin auch Teil des Erfolgs meiner Mandanten – und sollte es nicht laufen, möglicherweise auch Teil des Misserfolgs – das geht mir nah!

Ich bin Anwalt meiner Mandanten und ich kein Freund des Finanzamts

Ich habe 1986 als Steuerfachangestellter in einer Steuerberatungskanzlei gelernt. Ich habe quasi von Beginn an gelernt, wer der Gegner ist und was für Waffen er einsetzen darf. Ich bin selbst Steuerzahler (und zwar nicht zu knapp!) und kenne mich mit Quälereien durch die Finanzverwaltung aus. Wer eine „Finanzamtsbuchführung und Gewinnermittlung“ möchte, der sollte einen Steuerberater suchen, der zuvor bei der Finanzverwaltung gelernt hat, dort ausgebildet wurde und einige Jahre in der Betriebsprüfung gearbeitet hat. Wenn dann auf dessen Homepage noch steht: „Einen besonderen Vorteil ziehen meine Mandanten dabei übrigens durch meine früheren Erfahrungen in der Finanzverwaltung“ dann sollte auch dieser Topf seinen Deckel gefunden haben. Aber bitte – ohne mich.

Wir sehen uns als Pragmatiker

Keep it clear and simple – wer noch dem letzten Beleg, dem letzten Euro hinterherrennt, der macht sich auch vor seinem Mandanten lächerlich. Wir suchen Lösungen die richtig sind, aber nicht überrichtig und den Mandanten mit Belegnachweisen und „behindernden“ Vorschriften belasten. Der Mandant kann selbst entscheiden, ob er „fünfe“ Gerade sein lässt. Steuernsparen um jeden Preis? Das ist nicht immer der smarte Weg. Smart ist einfach, verständlich und so vollständig und so zeitnah wie möglich.

Wir buchen Betriebsausgaben unserer Mandanten

Was Betriebsausgaben sind ist häufig von Gerichten entschieden worden und wird in Zukunft weiter die Gerichte beschäftigen. Wir weisen darauf hin, wenn der Mandant Argumente hat, die in einer Betriebsprüfung zu Diskussionen führen könnten. Dennoch – wir sind und bleiben LEGAL – Straftaten werden von uns nicht vorgenommen und nicht unterstützt. Steuerberatung und die legale Minimierung der Steuerbelastung wird immer ein ärgerlastiges Thema bleiben – Wellness mit der Finanzverwaltung kostet das Geld der Steuerzahler!


Welche digitalen Tools nutzen Sie?

DATEV, ASP, OUTLOOK, Exchange Server, Macbooks, ipad, iphone, U-Online

Wir haben mit der DATEV einen großen IT Dienstleister der verschiedene Schnittstellen entwickelt, um Mandantenanwendungen für unser System verwendbar zumachen.

Wir empfehlen, was wir vorfinden – oft gibt es irgendetwas, selten finden wir keine IT oder digitale Arbeitsweisen vor. Unser Ziel ist, den Workflow der Kanzlei und der des Mandanten so zu schalten, dass die digitalen Prozesse weitergeführt werden können.


Kommunikation

Wir brauchen für ein gutes Steuerberatungsergebnis einen Entrepreneur, der gerne zu uns Kontakt hat – es ist ein Irrglaube, dass ohne POSITIVEN Kontakt zu mir eine besonders gute Steuerberatung herauskommt. Er muss dazu aber nicht viel Zeit oder Stunden investieren – da er die Investition in sein Unternehmen macht und nicht in mich. Deswegen sollte ihm jede Minute mit mir Spaß und Freude machen. Ich hab was für ihn – vielleicht gibt es neue Aspekte, neue Motivation, neue Ideen – in jedem Fall Nutzen und Mehrwert. Noch mal – ich bin kein Hinterhofbuchhalter, dem man Arbeit digital oder per Papier vor die Füße wirft und schon wird aus Stroh Gold – das schaffe ich nicht – habe ich aber einen Mandanten, der gerne mit mir zusammen ist, telefoniert oder Meetings in sonst einer Form hat, dann wird ein Erfolg daraus.

Die gute alte Mail, whatsapp, Telefon und Onlinemeetings sind heute Möglichkeiten schnell und effektiv zusammen zu kommen.


Was ist wichtig für die Zusammenarbeit?

  • Ich wünsche mir einen Status – was ist der IST Zustand – wohin soll die Reise gehen.
  • Welche Hürden sind genommen, welche liegen noch vor uns.
  • Wie sehen die Systeme aus, mit denen heute gearbeitet wird. Kann das übernommen, verbessert werden – oder sind Weichen zu stellen.
  • Null Bock habe ich auf Mandanten, die nur Leistung verlangen, selbst aber keine Leistung und keine positiven Aspekte einer guten Zusammenarbeit einbringen. Mir und meinen Mitarbeitern keine Anerkennung, Achtung und Wertschätzung entgegen bringen. Mandanten, bei denen meine Mitarbeiter Magenschmerzen bei der Bearbeitung, beim Telefonieren haben.
  • Ansonsten können wir ziemlich viel – der Schuhkarton und der gepflegte Datensatz – beides ist machbar.
  • Zur Höchstform laufe ich (und meine Mitarbeiter) auf, wenn wir helfen können. Wenn wir mit unserem Tun die Geschäftsidee der Mandanten weitertragen können. Wenn der Mandant wie wir Workfloworientiert denkt – wenn er unseren monatlichen Erfolgsreport liest, unsere Frage Checkliste beantwortet.

Die Challenge – beantwortet von Christian Wolf – Bad Dürkheim


Warum sind Sie ein smarter Steuerberater?

Weil wir Interesse am neuen Mandanten, am neuen Unternehmer haben, mit dessen Geschäft mitdenken können und wollen.


Was die größte Herausforderung für jemanden, der sein Business smart aufstellen will?

Einen Steuerberater zu finden, der ihn dabei unterstützt. Der ihn als Mandant beraten möchte und nicht nur einen monatlichen Buchhaltungsordner eintippen will.


Drei verschiedene Begleitungsmuster


Anfänger in der Aufbauphase

  • Die Vergütung für meine Kanzlei ergibt sich aus Zeit, Know-How, Mitarbeitereinsatz, Schwierigkeit der Fragestellung, welches Risiko übernehmen wir – wir kalkulieren und müssen nicht in die StBVV schauen oder uns dahinter zurückziehen.
  • Online-Plattformen wie ebay etc. liefern Daten der Verkäufe in digitaler Form. Wir können uns selbst mit dem Einverständnis des Mandanten einloggen und die Daten holen und einlesen.

Mobil aufgestellter Solopreneur Profi

  • Zugangsdaten seiner Welt, seiner Konten, digitale Belege (Kreditoren) einlesen U-Online DATEV, Kontoauszugsmanager DATEV.

Breit aufgestellter Home Office Solopreneur Profi

  • DATEV Mittelstandspaket – bzw U-Online, einfacher Fall, da offensichtlich im Betrieb know how zum Rechnungswesen besteht.
  • Hier kann der Mandant mitarbeiten, hat Fachkompetenz in der Buchhaltung.
  • Wir holen uns die Daten aus dem vorhandenen System und Controllen von Außen mit.

Wie lösen Sie diese beiden Fälle?


Problemfall – kein Beleg für einen Online-Kurs

Buchen – das ist eine plausible Betriebsausgabe – Vorsteuer ist nicht zu thematisieren. Das macht in meiner Kanzlei niemanden nervös. Dennoch würde der Mitarbeiter im Erfolgsreport unter Hinweise zur Ihrer Buchführung ein kurzes Memo dazu schreiben.


Frage amazon FBA – Verkauf aus verschiedenen Lagern – Belegführung

Das bleibt eine spannende Aufgabe – 500 Buchungen im Monat sind nicht so viele, um eine ordentliche Stuktur entwickeln zu können. Die USt bleibt zu beobachten, Endkunden lösen USt aus, das FA ist da kalt wie eine Hundeschnauze. Die Vorsteuer oder Einfuhrumsatzsteuer bleibt zu beobachten. Ich denke, der Solopreneur sollte nicht selbst versuchen, die Vorgänge zu buchen – er kann aber Infos liefern über Einkäufe (Kreditioren) Verkäufe (Debitoren).

Mit Zugangsdaten können wir dann selbst die Vorgänge, die noch fehlen, herausziehen.

Würden Sie eine Plattform wie Dreamrobot oder Cludes empfehlen?

Beide Systeme können DATEV. Eine besondere Vorliebe habe ich nicht – was will der Mandant? Ist er mit einem der Systeme zufrieden, soll es nach meiner Auffassung so weiter gehen. Einen Systemwechsel sehe ich hier nicht zwingenderweise.

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